Die SPITZE NADEL 2017

Aktionspreis SPITZE NADEL gegen die dunkle Seite der Modeindustrie geht in die zweite Rundelogo-spitze-nadel-2017

Die Ausschreibung startet jedes Jahr am 7. Oktober, dem Tag der menschenwürdigen Arbeit. Verliehen wird die SPITZE NADEL im Juni 2017 im Rahmen der Ethical Fashion Show in Berlin. Also los geht’s: Setzen wir der hässlichen Seite der Kleiderwelt starke Aktionen für die Menschenrechte entgegen – denn tausend spitze Nadeln werden immer wieder Aufscheuchen und Bewegung in das ‚business as usual‘ bringen.

Wer kann sich bewerben?

Für den Preis die SPITZE NADEL können sich alle Gruppen bewerben, die die Masche der Modeindustrie satt haben und in gemeinschaftlichem Engagement Aktionen durchführen, die auf die Missstände in der Textil-, Schuh- und Lederindustrie aufmerksam machen und sich für Gerechtigkeit und Menschenrechte bei der Arbeit einsetzen. Die Teilnahme ist offen für Gruppen, Initiativen und Vereine, die auch ehrenamtlich arbeiten.

Wie kann man sich bewerben?

Für eine vollständige Bewerbung sind folgende Schritte notwendig:

1. Kurze formlose Beschreibung der Aktion: Thema, Ziel, Art der Umsetzung, Reaktionen auf die Aktion (max. eine Seite).
2. Zusammenstellen einer aussagekräftigen Dokumentation der Aktion (Fotos, Videos, Presseberichte, etc.).
3. Ausfüllen des Bewerbungsformulars (PDF, 73 KB).
4. Zusendung der Beschreibung, der Dokumentation und des Bewerbungsformulars per E-Mail oder postalisch.

Die Bewerbungsfrist für die SPITZE NADEL 2017 ist der 30. April 2017.

Bei Fragen wenden Sie sich an: spitze-nadel@inkota.de

Welche Kriterien werden zur Bewertung der Aktionen herangezogen?

Bei der Bewertung der Aktionen stehen vor allem drei Kriterien im Vordergrund:

  • Mit der Aktion wird eine breite Öffentlichkeit über die Missstände in der Textil- und Modeindustrie informiert und zum Handeln inspiriert. Möglichst viele Personen und Gruppen werden dazu mobilisiert, sich für die Menschenrechte bei der Arbeit einzusetzen.
  • Durch die Aktionen wir das Interesse der Medien an der Thematik geweckt. Die Aktionen erzielen eine hohe Medienwirksamkeit.
  • Durch die Aktionen werden Politik und Unternehmen zum Handeln gezwungen. Die Textilbranche und die Schuh- und Lederindustrie werden unter Druck gesetzt und zu Reaktionen und Stellungnahmen gedrängt.

  • Außerdem spielen folgende Punkte bei der Bewertung eine Rolle:

  • Die Aktion verfolgt ein klares Ziel mit einer klaren Botschaft.
  • Die Aktion lädt zum Nachahmen ein.
  • Die Aktion ist originell und einzigartig.
  • Die Aktion ist in ein längerfristiges Engagement zu globalen Themen und Herausforderungen eingebettet.
  • Wer bewertet die Aktionen?

    Bärbel Höhn
    Bärbel Höhn
    Mitglied des Deutschen Bundestages

    Faire Kleidung zu kaufen muss genauso selbstverständlich werden wie mit Erneuerbaren Energien Strom zu erzeugen oder unsere Wohnungen zu heizen. Deshalb muss die Öffentlichkeit noch wirksamer über die unmenschlichen Produktionsbedingungen in der Textilindustrie informiert werden. Solche Aktionen soll der Preis „DIE SPITZE NADEL – gegen die Masche der Modeindustrie“ fördern.


    Jürgen Maier
    Jürgen Maier
    Forum Umwelt & Entwicklung

    „Globale Wertschöpfungsketten“ dürfen kein Synonym für organisierte Verantwortungslosigkeit sein. Damit sich die Politik nicht länger einer Regulierung dieser globalen Wertschöpfungsketten verweigern kann, müssen wir handeln.


    Janine Steeger
    Janine Steeger
    Journalistin & Moderatorin

    Menschen leiden und manche sterben sogar, weil sie unter unwürdigen Bedingungen Kleidung produzieren. Widerlich ist das und deshalb ist es so wichtig, dass Gruppen auf diese unhaltbaren Zustände aufmerksam machen. Als Anerkennung für deren Arbeit wird der Aktionspreis die Spitze Nadel verliehen.


    Franz Kotteder
    Franz Kotteder
    Leitender Redakteur Süddeutsche Zeitung

    Das Thema faire Kleidung erfährt erfreulicherweise immer mehr Aufmerksamkeit, auch wenn es noch nicht genug ist. Ich hoffe, der Preis „Die spitze Nadel“ kann dazu beitragen, das öffentliche Interesse daran noch zu steigern.


    Anne Swoboda
    Anne Swoboda
    Theaterregisseurin

    Die SPITZE NADEL richtet unseren Blick auf die alten Maschen. Gemeinsam agieren für die Menschenrechte in der Modeindustrie!


    Berndt Hinzmann
    Berndt Hinzmann
    Kampagne für Saubere Kleidung, INKOTA-netzwerk e.V.

    Aktivisten und Aktivistinnen die gegen die untragbaren Zustände in der Textil- und Modeindustrie aufbegehren und die Öffentlichkeit über Missstände aufmerksam machen, tragen dazu bei, dass ArbeiterInnen entschädigt und Arbeitsbedingungen im globalen Süden verbessert werden. Dieses Engagement muss gewürdigt werden.


    Kerstin Haarmann
    Kerstin Haarmann
    Geschäftsführerin cum ratione gGmbH

    Die Öffentlichkeit muss viel mehr Druck auf die konventionellen Textilhersteller und -händler in Deutschland ausüben, damit diese keine Textilien mehr anbieten, bei denen immer noch das Leid und das Blut der Näherinnen am Etikett klebt. Deshalb haben wir den Preis „DIE SPITZE NADEL – gegen die Masche der Modeindustrie“ für die beste PR Aktion hierzu ausgelobt. Die Hersteller sind direkt verantwortlich. Sie können und müssen ihre Zulieferer zur Einhaltung menschlicher Produktionsbedingungen bringen. Dass dies möglich ist zeigt fair gehandelte und mit entsprechenden Textil Labeln versehene Mode. Es gibt keine Ausreden mehr. Wir müssen dies einfordern und selbst überlegt handeln beim Textilien Einkauf.


    Hengameh Yaghoobifarah
    Hengameh Yaghoobifarah
    Missy Magazine

    Oft gibt es nur zwei Modeszenarien: Entweder bei teueren, fair produzierenden Labels einkaufen oder die erschwinglichere, aber dafür menschenunwürdig herstellenende Fast-Fashion-Variante wählen – die häufig dafür ein breiteres Sortiment mit beispielsweise höherer Größenauswahl hat. Es sollte aber kein solches Entweder/Oder sein, sondern sollten alle Konzerne von ihren Milliardengewinnen in fair bezahlte, sichere Produktionsbedingungen investieren. Das Auszeichnen von Labels, die das schaffen, ist ein erster Schritt in diese Richtung.


    Heike Holdinghausen
    Heike Holdinghausen
    taz

    Der allergrößte Teil unserer Kleidung wurde zu Bedingungen hergestellt, die wir hierzulande niemals dulden würden. Seit ihrer Entstehung ist die Textilindustrie immer in Gegenden mit niedrigeren Sozial- und Lohnstandards weitergezogen, wenn sich in einem Land eine selbstbewusste Arbeiterinnenschaft entwickelt hat. Die Spitze Nadel liefert einen wichtigen Beitrag dazu, diese schlechte Tradition zu beenden.

    Was gibt es zu gewinnen?

    Der Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert. Bei gleich guten Einsendungen obliegt der Jury die Entscheidung, den Preis aufzuteilen.

    Wann findet die Preisverleihung statt?

    Die Preisverleihung findet im Juni 2017 im Rahmen der Ethical Fashion Show in Berlin statt. Der/ die Gewinner/innen und alle Bewerber/innen werden rechtzeitig zur Preisverleihung in Berlin eingeladen.

    AnsprechpartnerInnen

    Kerstin Haarmann
    E-Mail: k.haarmann@cum-ratione.org
    Tel.: 05252-50445

    Berndt Hinzmann
    E-Mail: hinzmann@inkota.de
    Tel.: 030-4208202-51

    Lena Janda
    E-Mail: janda@inkota.de
    Tel.: 030-4208202-53